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Gesellschaft

Rainer Maria Schießler: Über Humanität und Glauben

Pfarrer Rainer Maria Schießler spricht darüber, wie Humanität erlernt werden muss und wie der persönliche Glaube oft nur flüchtig ist. Ein Blick auf seine Gedanken zur Gesellschaft.

Was meint Schießler mit „Humanität ist nicht angeboren“?

Wenn Rainer Maria Schießler sagt, dass Humanität nicht angeboren ist, bringt er etwas Essenzielles auf den Punkt. Die Fähigkeit, empathisch zu sein und die Nöte anderer zu erkennen, ist kein Automatismus. Es ist etwas, das wir lernen müssen. Du könntest denken, dass wir automatisch Mitgefühl empfinden, doch in der Realität müssen uns viele Werte beigebracht werden. Er sieht Bildung und Erziehung als Schlüssel, um eine humane Gesellschaft zu formen, die auf Verständnis und Mitgefühl basiert.

Warum glaubt er, dass individueller Glaube flüchtig ist?

Schießler setzt sich intensiv mit der Idee auseinander, dass persönlicher Glaube oft nur von kurzer Dauer ist. Du hast vielleicht auch schon erlebt, dass der Glaube, den man einmal verspürt hat, in schwierigen Zeiten schwächer wird. Das liegt oft daran, dass äußere Umstände und persönliche Herausforderungen unseren Glauben auf die Probe stellen. Er argumentiert, dass viele Menschen in Krisensituationen nach Halt suchen, aber nicht immer die tiefe Verbundenheit finden, die sie brauchen.

Was sind die Konsequenzen dieser Ansichten für unsere Gesellschaft?

Die Ansichten von Schießler haben weitreichende Konsequenzen. Wenn wir akzeptieren, dass Humanität erlernt werden muss, können wir uns aktiv darum bemühen, eine mitfühlendere Gesellschaft zu schaffen. Bildungssysteme, soziale Projekte und Gemeinschaftsinitiativen könnten stärker in den Fokus rücken. So können wir dafür sorgen, dass die Werte nicht nur predigt, sondern auch gelebt werden. In Bezug auf den Glauben würde dies bedeuten, dass wir offen über Zweifel reden und Wege finden, auch in schwierigen Zeiten Halt zu finden.

Wie kann man Humanität im Alltag fördern?

Um Humanität im Alltag zu fördern, kannst du ganz einfach damit beginnen, achtsamer zu sein. Vielleicht ist es eine kleine Geste, wie ein Lächeln oder ein freundliches Wort für jemanden, den du nicht kennst. Du wirst sehen, dass solche Aktionen eine positive Welle auslösen können. Engagier dich in deiner Gemeinde oder hilf bei lokalen Projekten – das stärkt nicht nur deine Verbundenheit zu anderen, sondern zeigt auch, wie wichtig menschliche Werte sind.

Welche Rolle spielt die Kirche dabei?

Für Schießler spielt die Kirche eine bedeutende Rolle, wenn es darum geht, Humanität zu fördern und den Glauben zu stärken. Sie sollte ein Raum sein, in dem Menschen zusammenkommen, um Unterstützung zu finden und sich gemeinschaftlich zu engagieren. Nur so kann die Gemeinschaft zusammenwachsen und echte menschliche Werte verkörpern. Er betont, dass die Kirche auch offen für Fragen und Zweifel sein sollte, um eine authentische Auseinandersetzung mit dem Glauben zu ermöglichen.

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